F. M. Willizil

F.M. Willizil

Er verhalf Songs wie Kumm, loss mr fiere und Hey Kölle, do bes e Jeföhl bei den HÖHNERN gesanglich zur Premiere, war während seiner 22 Jahre währenden Zeit bei der Kölner Kultband aber eigentlich noch weit intensiver für die leisen, besinnlichen Töne zuständig. Und wenn er heute Songs wieRän, Verzäll doch noch ens oder Rusemondaach es vörbeiin seinem Soloprogramm singt, stellt man unweigerlich fest, dass den Höhnern ein wichtiges „Sprachrohr” verloren gegangen ist. Aber F.M. hütet sich wohlweislich davor, sich ausschliesslich der „guten, alten Zeiten” zu besinnen – im Gegenteil!

Mit seiner eigenen Band SCHMITZ begann er zum Jahrtausendwechsel seine Singer-Songwriter – Qualitäten erst richtig zu entfalten. Lieder wie Nix em Büggel,Zesammehalde, Pass jot op dich op, Wahnsinnsnaach oder die Kölsche Flamm, um nur einige zu nennen, geben hervorragende Beispiele für sein ausgereiftes Können ab. Er schreibt auch viele Songs für andere Interpreten, und bei Kollegen wie z.B. GERD KÖSTER & FRANK HOCKER oder„L.S.E.” ist seine professionelle Musikalität, das handwerkliche Können am Instrument und seine Teamarbeit stets gefragt. Von 2004 bis 2007 war er ein wichtiger Bestandteil im Ensemble vom „Kölsch Milljö” und der „Kölschen Weihnacht”, die unter der Leitung von Roland Kulik(Fuhrmann & Kulik) mit seit Jahren ständig wachsendem Erfolg zu einer festen Einrichtung unter den Veranstaltungen in Köln wurden. Am 11.11. abends um 11 Uhr in Köln geboren, kennt und lebt F.M. natürlich auch die karnevalistischen Traditionen seiner Heimatstadt. Da er jedoch vor seinem Einstieg bei den Höhnern (1978) seine „Grundausbildung” in Beat-, Rock- und Rhythm & Blues-Musik erfuhr, ist die karnevalistische Ebene nur ein Teil seiner musikalischen Persönlichkeit.

„Die kölsche Sprache kann so viel mehr als nur Karneval”, das ist F.M.’s feste Überzeugung und Arbeitsmotto.

Dies schlägt sich dann auch deutlich in seinemSoloprogramm nieder. Da gibt’s Blues, Balladen, Folk-Rockiges, aber auch die kölsche Form des musikalischen Erzählens – das „Krätzje”. Und das alles versehen mit intelligenten, pointierten und nachdenklichen Texten in Kölscher Mundart – also wie F.M. „der Schnabel gewachsen” ist. Als „DÄ HOOT” (der Hut ist seit Jahren sein optisches Markenzeichen) präsentiert der Multi-Instrumentalist seine Song-Juwelen zu Gitarre, Mandoline, Piano oder Akkordeon in einem bis zu zweistündigen LIVE-Programm.

Im Oktober 2005 erscheint auch endlich eine eigene CD:„SONGS US’M HOOT” mit 15 Songs aus der Feder von F.M.WILLIZIL. Sie bietet einen grossen Teil des HOOT-Konzertprogramms in einer sorgfältig und liebevoll produzierten Qualität. Hier kann man zum einen die musikalische Bandbreite von F.M. erleben: [Hören und Lesen]

Folk-Rockiges wie den Stau-Blues, Rosalie oder Neppeser Mädcher, bis hin zur grossen Ballade (Bring mich heim,Jeder Daach). Zum anderen findet man viele ausgefeilte Songtexte: z.B. pointierte Betrachtungen kölscher Lebensweise (Wat fott is, is fott, D’r Jung) eine brillante Analyse der politischen Situation (Nix em Büggel), Historisches (Kölsche Flamm) oder einfach nur ein wunderschönes Liebeslied (Du un ich). Auch direkte Lebenshilfe wird hier geboten, und zwar mit einem – leicht abgewandelten – alten Kindergebet in Ohrwurmqualität (Ich bin klein). Als kleine Zugabe obendrauf gibt’s noch eine à-capella-Nummer (Mir laufe), von F.M. alleine „met dr Schnüss” dargebracht.

Während der Karnevals-Session 2008 gab es dann ein Wiedersehen mit dem alten Höhner-Kollegen Peter Horn, bei dem man vereinbarte, sich nach der Session mal zwanglos zu treffen und ein bisschen zu plaudern. Doch daraus wurde dann mehr: die KölschFraktion ….